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Bildgebende Verfahren

Unter bildgebender Verfahren versteht man die Gesamtheit von verschiedenen apparativen Verfahren, mit denen in der Medizin Befunde (normal-physiologisch, krankhaft-pathologisch) erhoben werden. Sie beruhen auf unterschiedlichen physikalischen und chemischen Phänomen, mit deren Hilfe physiologische und pathologische Gewebe visualisiert werden.

Radiologie (digitales Röntgen)

Die Radiologie beruht darauf, dass ein zu untersuchender Bereich eines Patienten (z.B. Kopf, Brust, Bauch, Skelett) mit Röntgenstrahlung durchstrahlt. wird. Auf einer unter dem zu untersuchenden Bereich des Patienten befindlichen Röntgenplatte wird diese Strahlung registriert und in ein Bild umgewandelt. Das Bild zeigt die im Strahlengang liegenden Gewebe in der entsprechenden Projektion. Da Gewebe unterschiedliche Dichten aufweisen und damit auch unterschiedliche Intensitäten an Strahlung absorbieren, entsteht ein differenziertes Bild. Beim digitalen Röntgen ist das Bild auf einem Computerbildschim sofort abrufbar und kann am PC nachbearbeitet werden. Das hat den Vorteil, dass kleinere Unzulänglichkeiten, z.B. in der Belichtung, korrigiert werden können, ohne dass ein neues Bild erstellt werden muss. Generell werden so genannte Nativverfahren (ohne Kontrastmittel) und Kontrastmittelverfahren zur Darstellung von z.B. Gefäßen (Angiographie), ableitenden Harngefäßen (Urographie, Zystographie) oder auch Magen- und Darmkontrastpassagen verwendet.

Ultraschalluntersuchung (Sonographie)

sonografieBei der Sonographie werden Ultraschallwellen zur Bildgebung verwendet, um Gewebe auf krankhafte Veränderungen zu untersuchen. Die von einer Sonde ausgehenden Ultraschallwellen treffen auf verschieden Gewebe und werden an den so genannten Grenzflächen mit unterschiedlicher Intensität reflektiert. Die Stärke der Reflexionen wird wiederum vom Schallkopf unterschiedlich aufgenommen und in Graustufen oder farbig auf einem Monitor dargestellt. Dabei entstehen je nach Verfahren B-Mode-, 2 D-Mode- oder TM- Mode-Bilder.

Zusätzlich werden unterschiedliche Dopplerverfahren angewendet, um Blutstromgeschwindigkeiten darzustellen und zu messen.

Der TM Mode (Time motion) wird häufig in der Kardiologie eingesetzt, um sich bewegende Strukturen (Herzmuskel, Herzklappen) darzustellen.

Farbdopplermessung werden zur Darstellung flächiger Blutflüsse verwendet. Dabei ist Rot die Farbe zum Sondenkopf hin und Blau vom Sondenkopf weg. Bei hohen Blutflussgeschwindigkeiten kommt es dann zu einer Vermischung der Farben und zu einem bunten Mosaikbild.
PW (pulsed wave) und CW (continues wave) Dopplermessungen werden, genutzt um Geschwindigkeiten der Blutflüsse direkt zu messen

Endoskopische Untersuchungen

sonografieDie Endoskopie (aus dem Griechischen „von innen betrachten“) ist ein bildgebendes Verfahren, bei dem mit Hilfe einer starken Lichtquelle und einer Kamera Bilder aus dem Inneren eines Hohlraumes - z.B. Nasenhöhlen (Rhinoskopie), obere Atemwege (Tracheo-/ Bronchoskopie), Magen-Darm-Kanal (Gastroskopie, Duodenoskopie, Koloskopie), Gelenke (Arthroskopie) auf einem Monitor dargestellt wird. Die Endoskopie kann sowohl zur Diagnostik, als auch zur Operation (minimalinvasiver Eingriff) verwendet werden. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen flexiblen und starren Endoskopen.

Beispiele:

Beispiel einer Gefäßangiographie (Kontrastdarstellung einer bzw. mehrerer Gefäße) eines angeboren Defektes am Herzen einer Katze und dessen Verschluss mit einem Coil (Spirale). (Bild mit freundlicher Genehmigung der Universität Giessen, Vet.med. Fakultät)
Beispiel einer Gefäßangiographie (Kontrastdarstellung einer bzw. mehrerer Gefäße) eines angeboren Defektes am Herzen einer Katze und dessen Verschluss mit einem Coil (Spirale). (Bild mit freundlicher Genehmigung der Universität Giessen, Vet.med. Fakultät)
Im 2 D Mode wird ein zweidimen-sionales Schnittbild erzeugt.
2D Bild (links) und TM Bild (rechts) bei einem kardiologisch untersuchten Patienten
2 D Bild mit Farbdopplerdarstellung eines Pulmonalvenflusses, rechts: dazugehörige CW Messung , in diesem Fall fast 6 m/sec (normal 1m/sec)